CORINNAS QUARTIER TALK

Corinnas Quartier Talk miz Kevin Kunz

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Hat in den 10 Jahren seines Wirkens den Kursaal massgeblich geprägt und so manchen Farbtupfer gesetzt: Kevin Kunz.

Kevin Kunz, charismatischer und ideenvoller CEO, verlässt diesen Monat den Kursaal Bern und tritt in den nächsten Lebensabschnitt. Traurig für die Gäste des ganzen Betriebs, sicher aber auch ein glücklicher Moment für Kevin, der sich fortan vertieft den Dingen für die Sinne widmen kann. Kurz nach dem Antritt vor zehn Jahren durften wir Karin und Kevin Kunz gemeinsam im «Talk» porträtieren und es freut uns, ihn in dieser Ausgabe nochmals zu interviewen. Was hat Kevin Kunz bewegt, gefreut, glücklich gemacht in seinem Job, worüber wird er sich in Zukunft vermehrt freuen?

Danke, Kevin, für die Zeit, die du unseren Lesenden schenkst und dass du uns einen kleinen Einblick in deine Zeit beim Kursaal gibst.

Mit welchen Gefühlen hast du im Mai 2016 deinen Job in Bern angetreten?
Ich war neugierig auf dieses grosse, traditionelle Haus in der Mitte von Bern. Nach so langer Zeit in den Bergen habe ich mich auch auf das Leben in der Stadt gefreut.

Was waren deine Ziele, wohin wolltest du den Betrieb damals führen?
Naja, erstmal musste ich mir ein Bild vor Ort machen. Dann gab es aber sicher das Ziel, dieses traditionelle Haus weiterzuentwickeln.

Welche dieser Ziele konnten du und dein Team umsetzen?
Der Kursaal Bern hat sich in den vergangenen zehn Jahren verändert und geöffnet: Die saisonalen Konzepte auf dem Rooftop, der Restaurantumbau, der Börsengang, das Hotel-Franchise, die Modernisierung der Meetingräume. Da ist viel geschehen.

Du hattest mit deiner Frau Karin vor deinem Start beim Kursaal Bern Luxushotels mit einer internationalen «gut betuchten Klientele» geführt. Hast du grosse Unterschiede erfahren oder haben Gäste keinen grossen Einfluss auf den Betrieb?
Herzlichkeit, Empathie und Offenheit zählt bei allen Menschen, unabhängig von Status und Herkunft. Als Gastgeber mache ich da keinen Unterschied.

Welches Erlebnis oder welche Begebenheit hat dich in deiner Funktion als CEO besonders glücklich gemacht?
Da gibt es viele. Der erste Kursaal-Honig und damit auch die erste Fütterung der Bären im Bärengraben waren schon sehr eindrücklich. Berührend ist aber sicher auch das Arbeiten mit dem Kursaal-Team. Menschen aus 45 Nationen, die mit Kursaal-Spirit dafür sorgen, dass der «Laden läuft».

Und welche schöne Geschichte gibt es im Zusammenhang mit Hotelgästen zu erzählen?
Mir fallen einige norwegische Gäste ein, die das erste Mal in Bern waren. Die Stadt und alles hat sie so begeistert, dass sie in meiner Erinnerung ihren Aufenthalt vier Tage lang jeweils um einen Tag verlängert haben. Sie sind dann in der Aare geschwommen, was sie wahrscheinlich nie vergessen werden. Das hat mir auch nochmal gezeigt, dass Bern eine tolle Stadt ist, die oft ihr «Licht unter den Scheffel stellt». Alle, die Bern zum ersten Mal erlebt haben, waren und sind begeistert und wir vergessen das oft.

Du trittst nach fast zehn Jahren ab und ein in einen neuen Lebensabschnitt. Worauf freust du dich?
Im Moment einfach Zeit zu haben.

Was wirst du vermissen?
Meine engsten Mitarbeitenden, welche die vergangenen zehn Jahre mit mir erlebt haben.

Deine Partnerin Karin wird weiterhin als Hoteldirektorin tätig sein. Werden sich die Gespräche privat ab und an um die Kursaal Bern AG drehen?
Das musst du Karin fragen, weil ich dann nur noch wenig weiss, was im Kursaal Bern geschieht.

Wo wird man dich in Zukunft im Nordquartier vielleicht vermehrt antreffen?
Sicherlich immer mal wieder. Es ist ein tolles Quartier und ich habe gerne hier gewohnt.

Welchen «Geheimtipp» hast du den Leser:innen nebst der schönen Anlage des Kursaals Bern?
Ich finde den Kursaal Garten und die Rooftop-Terrasse sehr eindrücklich und schön. Der Rosengarten, der botanische Garten und die Aare gefallen mir immer, aber das sind natürlich keine wirklichen Geheimtipps.

Gibt es Dinge, die du fortan ausüben wirst, jetzt, da du mehr Zeit hast?
Die Übergabe ist nun abgeschlossen und ich werde mit Karin in die Ferien fahren. Danach steht eine Aarewanderung auf meinem Programm: von der Aarequelle bis zur Rheinquelle, in Etappen. Im September plane ich eine Tour de Suisse mit dem Camper. Mehr habe ich noch nicht geplant.

Und last but not least: Welche Frage hat man dir im Zusammenhang mit deinem Job noch nie gestellt und wie würde deine Antwort hierauf lauten?
Genau diese Frage.

 

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