CORINNAS QUARTIER TALK

Corinnas Quartier Talk mit Irina Bart

Irina ist seit 36 Jahren Kosmetikerin mit Leidenschaft. Sie liebt die Nähe zu Menschen und den persönlichen Austausch während den Behandlungen…

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Weit mehr als eine Make-up-Artistin: Irina Bart von Lifestyle Cosmetics.

Persönliches:
Irina wurde vor 56 Jahren in Milwaukee in den USA geboren. Ihre Mutter ist Amerikanerin, der Vater Schweizer – durch seinen Beruf reiste Irina schon früh viel, was sie bis heute geprägt hat. Sie spricht mehrere Sprachen und schätzt den Austausch mit ganz unterschiedlichen Menschen sehr.

Ihre Schulzeit verbrachte sie in Ittigen, besuchte anschliessend die WBK in Ostermundigen und machte ihre Ausbildung zur Kosmetikerin in der Sulgenau. Als eidgenössisch geprüfte Kosmetikerin arbeitet sie selbstständig in ihrem Unternehmen Lifestyle Cosmetics und lebt ihre Leidenschaft für den Beruf jeden Tag.

Irina ist verheiratet und Mutter von zwei erwachsenen Kindern. Gemeinsam mit ihrem Mann lebt sie heute im Seeland. In ihrer Freizeit ist sie gerne aktiv – sie joggt, macht Krafttraining und hat sich mit 50 Jahren noch einen Traum erfüllt und die Motorradprüfung gemacht. Seither unternehmen sie und ihr Mann gemeinsam auch längere Reisen mit dem Motorrad, was für Irina ein wunderbarer Ausgleich zum Berufsalltag ist.

Was oder wer hat dich inspiriert, den Beruf der Kosmetikerin zu wählen?
Inspiriert hat mich meine Tante, die auch Kosmetikerin ist. Schon als kleines Kind durfte ich ihr über die Schulter schauen und habe früh einen Einblick in diesen Beruf bekommen. Für mich war deshalb schon bald einmal klar, dass auch ich diesen Weg einschlagen möchte.

Was macht den Beruf für dich zu etwas Besonderem?
Mein Beruf ist für mich etwas ganz Besonderes, weil er so vielseitig ist. Jeder Mensch ist anders, und genau diese individuelle Arbeit macht meinen Alltag spannend und abwechslungsreich. Besonders schätze ich die Nähe zu meinen KundInnen – es entstehen oft vertrauensvolle Gespräche und Momente, die über die Behandlung hinausgehen.

Was wissen Lesende wohl nicht über deinen Beruf?
Viele denken, dass es in meinem Beruf vor allem ums Schminken geht, tatsächlich steht aber die Hautpflege im Mittelpunkt. Bei jeder Gesichtsbehandlung analysiere ich zuerst, was die Haut im Moment wirklich braucht, denn jede Haut ist anders und verändert sich laufend.

Mein Beruf ist sehr vielseitig: Neben klassischen Behandlungen biete ich auch verschiedene Formen der Haarentfernung an, unter anderem die elektrische Haarentfernung als definitive Lösung. Für mich ist es eine ganzheitliche Arbeit. Es geht nicht nur um äussere Pflege, sondern auch darum, dass sich die KundInnen rundum wohlfühlen und eine kleine Auszeit für Körper und Seele erleben.

Ist deine Kundschaft gemischt, Frauen und Männer, und ab welchem Alter beginnen die meisten deiner KundInnen mit Kosmetik?
Ich behandle sowohl Frauen als auch Männer. Viele kommen bereits als Teenager, doch es gibt auch KundInnen über 90, die Kosmetik erst später für sich entdeckt haben.

Du arbeitest seit 15 Jahren als selbstständige Unternehmerin an der Militärstrasse. Wie hast du hierhin gefunden?
Bevor ich selbstständig wurde, habe ich an der Spitalgasse gearbeitet. Für mein eigenes Kosmetikstudio habe ich etwas in der Nähe gesucht, und der Breitenrain hat sich für mich als idealer Standort herausgestellt. Eine Kundin erzählte mir damals von einem Raum beim Coiffeur Wave, der zu mieten war, und so hat sich für mich die Gelegenheit ergeben, an die Militärstrasse zu ziehen.

Welche Geschichte bleibt dir in schöner Erinnerung im Zusammenhang mit deinem Beruf?
In all den Jahren habe ich sehr viele schöne Momente erlebt. Besonders berührend ist für mich, dass sich mit Kundinnen, die seit 20 Jahren oder noch länger zu mir kommen, echte Freundschaften entwickelt haben; ich bin nicht nur Kosmetikerin, sondern darf auch Vertrauen teilen, zuhören und mit ihnen Freude, Sorgen oder besondere Lebensmomente erleben. Das ist für mich ein grosser Pluspunkt meines Berufs.

Und welche Geschichte war besonders schräg?
In meinen 36 Jahren als Kosmetikerin habe ich schon viele lustige und schräge Momente erlebt. Da die Behandlungen aber sehr persönlich sind, bleiben diese Geschichten bei mir – und ich erzähle sie nicht weiter.

Wie bist du im Nordquartier unterwegs?
In meinen Pausen bin ich gerne im Quartier unterwegs, sei es um einzukaufen, einen Kaffee zu trinken oder in einem Restaurant etwas zu essen.

Hast du den Breitsch bewusst gewählt bzw. was macht das Quartier in deinen Augen aus?
Für mich ist es ein wunderschönes Quartier, das von überall her gut erreichbar ist. Ob meine KundInnen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Auto anreisen, sie sind schnell hier und das schätzen alle sehr.

Wohin zieht es dich, wenn du dich erholen möchtest?
Wenn ich mich erholen möchte, zieht es mich ans Wasser, sei es an die Aare, an einen See oder natürlich im Urlaub ans Meer. Für mich ist das der perfekte Ort, um abzuschalten und neue Energie zu tanken.

Wenn du Gäste zu Besuch hast und ihnen das Nordquartier vorstellen möchtest, welche Stationen dürfen auf keinen Fall fehlen?
Ich verbringe den Tag mit einem Spaziergang durch den Breitenrain und einem Stop in einem der gemütlichen Cafés. Anschliessend spazieren wir zum Rosengarten – von dort hat man eine wunderschöne Aussicht über Bern.

Danke liebe Irina für deine Antworten und deine Zeit.

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